Axel Obiger hat ein neues Format : Akutsprechstunde - Visita d’urgenza

Während des Lockdowns jeden Freitag 16-19 Uhr

 

 

 

Akutsprechstunde: Thilo Droste

In Betrieb am 23. April 2021, 16-19 Uhr

  

Thilo Droste, "Annonce" (FAZ, 7./8.2.2009), gerahmt 8 x 11 cm, 2009
Thilo Droste, "Annonce" (FAZ, 7./8.2.2009), gerahmt 8 x 11 cm, 2009

 

 

Annonce

 

Mit einer privaten Kunstanzeige von Thilo Droste werden Erwartungen bei potentiellen Käufern geweckt, die wahrscheinlich nicht erfüllt werden können. Trotzdem ist das Angebot der Annonce inhaltlich korrekt- das Angebotene kann geliefert werden. Es melden sich sieben Interessenten beim Künstler, von denen nur noch einer antwortet, nachdem er das Foto der angebotenen Arbeiten gesehen hat. Gekauft hat er nichts.

 

 

 

Akutsprechstunde: Maja Rohwetter

In Betrieb am 16. April 2021, 16-19 Uhr

  

Maja Rohwetter, „flatbed upsetter“, Öl Leinwand, 165 x 120 cm, 2020
Maja Rohwetter, „flatbed upsetter“, Öl Leinwand, 165 x 120 cm, 2020

 

 

„Das Postdigitale ist ein Aktionsmodus, der auf Situationen fußt, in denen Fiktion und Realität, Leben und Spektakel, Virtuelles und Reales interferieren, um die Artifizien des Alltäglichen sichtbar zu machen.“ (1)

 

Der Alltag scheint gegenwärtig noch künstlicher und flacher als sonst, synthetisiert. Realitäten zerbrechen täglich durch neue Sichtweisen und Auslegungen. Gibt es Wahrheit hinter den Oberflächen? Liegt in dieser Not eine Tugend?  Wie (und wann) ermöglicht Verunsicherung Erkenntnis? Welche Strukturen erzeugt das Nichts? Bedeutet Kontrollverlust Freiheit oder Angst? 

 

Maja Rohwetter thematisiert in ihrer Malerei die Ambivalenz von Realität und Virtualität. Sie entwickelt ihre Arbeit im Medientransfer von Collage, Malerei und Computergrafik und hinterfragt grundsätzliche Prinzipien der Bildgenese in den jeweiligen Medien. In ihren Gemälden und Collagen verschränken sich bekannte und unbekannte Formen und unterschiedliche malerische und digitale Darstellungsebenen. Die farbig angespannten Kompositionen erzeugen einen befremdlichen Bildraum, der in seiner synthetischen Struktur beweglich und amorph erscheint. 

 

(1) Maurice Benayoun (2005) in: Jean-Baptiste Barrière, Maurice Benayoun: Die Mechanik der Emotionen. Festivaltext Ars Electronica (online)

 

 

 

Akutsprechstunde: Harriet Groß

In Betrieb am 9. April 2021, 16-19 Uhr

  

 

Schlafen “target=“_blank“ Tag“, 2021

 

 

 

Schlafen “target=“_blank“ Tag“, 2021

 

...geht es um das Gefühl der Leere, den Faden verloren zu haben, der Isolation, der Distanz oder einfach um die Koordinaten des Schlafes…?

 

(Metall Cutout, Accoustic Mousse, Tape, 120x167cm)

 

 

 

Akutsprechstunde: Juliane Duda

In Betrieb am 26. März und 2. April 2021, 16-19 Uhr

  

Grundübung der Generationen, 2021, Posterdruck, 130 x 232 cm
Grundübung der Generationen, 2021, Posterdruck, 130 x 232 cm

 

 

Ich komme heut wieder nicht über die Brücke hinaus. Die Stadtgalerie versammelt eine Szene in Spanwandverkleidung aus den praktikableren Jahrgängen. Der geehrte alte Autodidakt wohnt in seinem Einfamilienhaus im Neubaugebiet. Er fühlt sich ganz wohl, malt seit der Pensionierung noch mehr und hat keinen Platz über Hängeleisten der Selbstbilder nachzudenken. Später, mit dem Bürgermeister bedient das schmale Rathaus meine Vorlieben und demonstriert den nostalgisch wechselsprechenden Apparat in Funktion. Auf dieser Ebene erleben wir gleichgeschaltet den Energieerhaltungssatz. Kein Leerwunschdenken entsteht. Drumherum wird gegenseitig in kleinen Küchen empfangen. Autos sind kein Glanzmittel. Die sehen aber schön hier aus. Gut kombiniert ist schon Individualität geworden. Die Oberfläche hat keinen Blitz, ihre Sensibilität sticht ins Auge. Elastische Stränge der neuen Spielplatzausstattung geben der körpereigenen Ausdrucksform Halt. Starrer sind die alten Klettergerüste. Die Bewegung wird der Gerätevorgabe angepasst und wiederholt die Grundübung der Generationen. Der Blick durch die Silhouetten überschneidet die Stadtform passgenau in Farbe und Richtung. (aus „Logbuch der Brückenwächterin“)   

 

Juliane Duda zeigt im dieswöchigen Schaufenster einige ihrer Werke zum Thema „Plattenkreuzweg“. 

 

Ein Hinweis:

Enthält Szenen erweiterter Virtualität (augmented reality), die auch für die Augen von Kindern und Jugendlichen bestimmt sind. Dazu die app ARTIVIVE im Google Play Store oder App Store laden und auf das Fenster richten.

 

 

 

Akutsprechstunde: Nathalie Grenzhauser

In Betrieb am 19. März 2021, 16-19 Uhr

  

Speicher aus der Serie Pyramida, Lightjet Print Diasec matt, 120x160 cm
Speicher aus der Serie Pyramida, Lightjet Print Diasec matt, 120x160 cm

 

 

Nathalie Grenzhaeuser setzt sich mit den Kriterien auseinander, die unsere Wahrnehmung von Orten prägen. Ihre Arbeiten zeigen spezifische Landschaften, Räume und Stadtansichten vor dem Hintergrund ihrer Topografie und Entwicklung. Oft sind es Orte in entlegenen Gegenden, die zum Thema ihrer Arbeit werden. N.G. nutzt die ihr eigene Bildsprache, um eine Form der poetischen und auch zeitlichen Verdichtung zu erreichen. In diesem langsamen Transformationsprozess generiert der Ursprungsort zur Bildikone.

 

Ihre Arbeit Speicher, 2013 entstammt der Serie Pyramida, die den einst politischen und geografisch bedingten Inselstatus einer russischen Bergbausiedlung auf dem arktischen Inselarchipel Spitzbergen thematisiert. Der gleichnamige Ort Pyramiden (russisch: Пирамида) galt nach dem Zweiten Weltkrieg als das größte Tagebaugebiet für Braunkohle außerhalb der Landesgrenzen der ehemaligen Sowjetunion. Bis zur Stilllegung des Bergbaus im Jahr 2000 wurde die Siedlung vollkommen autark und nahezu isoliert vom Rest des norwegischen Teils der Insel betrieben. Heute, ist Pyramiden eine moderne Ruine. Die Begehung des Ortes gleicht einer Zeitreise, bei der die sichtbare Gegenwart von Motiven der eigenen Vorstellung überlagert wird, ein Prozess, der fast automatisch an verlassenen Orten einsetzt. N.G. interessiert, welcher Art diese Vorstellungen sind und aus welchen kollektiven wie persönlichen Erinnerungen sie sich speisen. Im Fall von Pyramiden waren diese vor allem filmischer Natur.  Sie haben sie dazu bewogen, die Orte wie Bilder einzelner Filmsets zu zeigen, deren Herkunft man vermeintlich zu kennen scheint.

 

Und wer noch mehr über N.G. Arbeit erfahren möchte, hier klicken: BerlinViews

 

 

 

Akutsprechstunde - Visita d’urgenza: Gabriele Künne

In Betrieb am 12. März 2021, 15-18 Uhr

 

double sunset, 2011, Acryl und Lack auf Baumwolle, 90 x 120 cm
double sunset, 2011, Acryl und Lack auf Baumwolle, 90 x 120 cm

 

 

Gabriele Künne untersucht in ihrer Malerei flächige Konstrukte, die durch die bildnerische Anordnung dennoch räumliche Tiefe suggerieren. Ansonsten eher im dreidimensionalen Bereich tätig, zeigt die Künstlerin hier eine Arbeit, die parallel zu einer Serie gefalteter, geworfener und gestauchter Keramikobjekte entstanden ist. Urbane und architekturhafte Formen und Flächen setzen sich, zeichenhaft abstrahiert, mit der Frage nach dem Planerischen unter Einbezug der prozesshaften Artikulation und möglichen Destruktion auseinander.

 

 

 

Akutsprechstunde - Visita d’urgenza: Matthias Moravek

In Betrieb am 5. März 2021, 15-18 Uhr

 

Matthias Moravek, "Arabesque IV", Kreide auf Arches-Papier, 19x29 cm, 2021
Matthias Moravek, "Arabesque IV", Kreide auf Arches-Papier, 19x29 cm, 2021

 

 

Matthias Moravek (*1976 in Mühlacker, lebt und arbeitet in Berlin) setzt sich in seinen Malereien spielerisch mit Form, Farbe und Bedeutung von Räumen und Phänomenen wie Wolken, Wäldern und Dschungeln auseinander und lotet dabei den weiten Bereich zwischen Abstraktion und Figuration aus. Die Zeichnung „Arabesque IV“ (Kreide auf Arches-Papier, 19x29cm, 2021) überführt exotische Ranken in ein zeichenhaftes Moment, das sich zwischen Malerei und Handschrift bewegt. 

 

 

 

Akutsprechstunde - Visita d’urgenza: Alke Brinkmann

In Betrieb am 19. und 26. Februar 2021, 15-18 Uhr

 

Natura naturans / Cielo, 160x250 cm, Mischtechnik auf Holz, 2020
Natura naturans / Cielo, 160x250 cm, Mischtechnik auf Holz, 2020

 

 

Alke Brinkmann hat mit ihrem doppelseitigen Gemälde mit dem Titel „Natura naturans“ (160x250cm, Mischtechnik auf Holz, 2020) die Ausstellungsreihe am 19. und 26. Februar 2021 eröffnet. Brinkmanns aktuelle Arbeiten sind inspiriert von ihrem Biologiestudium an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie hat eine neue Art der Landschaftsmalerei entwickelt, in der sie wissenschaftliche Modelle und Bilder miteinbezieht und sich mit historischen Postionen auseinandersetzt. Ihre aktuellen Bilder entstehen mit verschiedenen Techniken auf Holz. Dessen Maserung wird Teil des Gemäldes und inspiriert die scheinbar abstrakte Komposition.

 

 

Axel Obiger hat ein neues Format : Akutsprechstunde - Visita d’urgenza

Während des Lockdowns jeden Freitag 16-19 Uhr

 

Axel Obiger - Raum für zeitgenössische Kunst hat am 19. Februar 2021 in der Brunnenstr. 29 in Berlin Mitte ein zeitgemäßes Ausstellungs- und Kunstvermittlungsmodell eröffnet, das den vom Berliner Senat beschlossenen Covid-Maßnahmen entspricht.

 

Die Bezeichnung "AO Akutsprechstunde" drückt das Ziel des Projekts klar aus: es handelt sich um eine vorübergehende Maßnahme, mit der der Kontakt zum Kunstpublikum und zu den Bewohnern der Nachbarschaft, insbesondere während des aktuellen und möglichen nächsten Lockdowns, wiederhergestellt werden soll. Anliegen des Axel Obiger-Teams ist die Ausstellungs- und Vermittlungsarbeit auch und vor allem in einer für Künstler und Kulturschaffende allgemein schweren Zeit fortzusetzen. 

 

Konkret sieht das neue Format vor, jeden Freitagnachmittag ein einzelnes Kunstwerk im Schaufenster des Projektraums für einen Diskurs anzubieten, das dann eine ganze Woche dort hängen wird. Die Freitags-Aktion moderiert ein kompetenter Gesprächspartner, der über ein Mikrofonsystem mit dem Besucher kommunizieren kann - wie in den Notdienst-Apotheken, in Krankenhäusern und in anderen Situationen, in denen physischer Kontakt nicht erlaubt ist. 

 

Der zweisprachige Titel signalisiert, dass der Dienst auch die Bedürfnisse nichtdeutscher "Notfall" -Besucher berücksichtigt, die in einer der folgenden Sprachen mit dem Koordinator des Projektraums Stefano Gualdi kommunizieren können: Italienisch, Französisch, Spanisch, Englisch und natürlich Deutsch.